Archiv der Kategorie: filmjunkie

Des Pudels Wow-Effekt!

Habe heute erfahren, dass schon mal ein Oscargewinner in meiner Wohnung war. Leider war ich gerade nicht anwesend.

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Des Pudels Fundstück der Woche

Diese Woche hab ich mir die DVD gekauft und dann finde ich bei ihm dieses fantastische imaginäre Filmplakat.

Selten hab ich die Schlüsselszene eines Filmes so gut auf den Punkt gebracht gesehen.

raf oder der kreis schliesst sich

(via)

damals hab ich mich noch wissenschaftlich mit der raf auseinandergesetzt. heute geh ich wie so mancher aus reinem vergnügen (?) oder künstlerischem interesse ins kino und schau mir den neuesten film an. im grossen und ganzen war ich positiv überrascht, hatte ich doch einen hollywoodesken film mit viel geballer erwartet. doch vor allem die ästhetik des filmes hat mich sehr angesprochen. im grossen und ganzen wurde die geschichte der raf ziemlich wertneutral aufgerollt. allerdings versucht der film, meiner meinung nach zu viel. zehn ereignissreiche jahre in einen abendfüllenden film zu packen, scheint ein ding der unmöglichkeit zu sein. so werden die einzelnen ereignisse ziemlich schnell abgehandelt, um den erzählfluss am laufen zu halten. die einzelnen figuren werden kaum eingeführt. frühere versuche sich der raf zu näheren scheinen mir sinnvoller zu sein. so verhandelt stammheim, beispielsweise nur die zeit der prozesse oder todesspiel, um ein anderes beispiel zu nennen, setzt mich der zeit des deutschen herbsts auseinander. mit einem derart mikroskopischen blick, lässt es sich viel differenzierter mit der komplexen materie umgehen. dennoch scheint die aktuelle verfilmung ein neues (junges?) publikum anzusprechen, dass bis anhin möglicherweise wenig wissen aus der zeit hatte. vielleicht ermöglicht der film eine neue diskussion und bringt die alten differenzierteren werke zurück ins bewusstsein des publikums.

ergänzung: mama pudel hat mir einen link geschickt, der den film von der opferseite betrachtet und kritisiert. sehr lesenswert.

scheiss der hund drauf…

in letzter zeit komm ich mir immer wieder vor wie herr lehmann. fehlt nur noch, dass mich meine umgebung mit frau pudel und du anspricht.

update der kulturellen ereignisse der letzten zeit

vor einiger zeit hab ich mir die, auf den ersten blick eher seicht wirkende komödie keinohrhasen im kino angesehen. erst dachte ich ja, dass es es sich bei einem weiteren til schweigerfilm, um nicht so ein brilliantes meisterwerk handeln kann. ich wurde dann aber sehr positiv überrascht. der film ist sehr unterhaltsam, äussert selten begiebt er sich auf kalauerniveau, nein, meist zeichnet sich der humor durch einen geistreichen witz aus. dass nora tschirner der hammer ist, muss ich hier wohl kaum erwähnen. der film ist meines erachtens also sehr sehenswert.

um beim kino zu bleiben: letzten montag schleppte mich trötz in woody allens neuen film cassandra’s dream. nach match point und scoop ist dieser ja der dritte film, den er auf den britischen inseln gedreht hat. match point hab ich damals ja geliebt. ich hatte ihn ohne jegliches vorwissen im mittagskino gesehen und war überwältigt von der handlung, die nie voraussehbar war. ähnlich ergieng es mir nun bei cassandra’s dream. der film wurde nie langweilig. nie wusste man, auf was allen hinzielen würde. sehr positiv überraschte mich die darstellung terrys durch colin farrell. kannte ich ihn doch vorallem aus den klatschspalten lieferte er in diesem film ein subtiles spiel, das man schon fast rührend nennen kann.  fazit: ein sehr sehenswerter film über zwei brüder, die eine folgenschwere entscheidung treffen müssen.

gestern dann, mit sista in der freund. vorweggenommen: der film hat den schweizer filmpreis mehr als verdient.  ich hab geheult wie ein schlosshund und gelacht wie ein… ähm, wie was lacht man eigentlich? das spiel der beiden hauptdarsteller philippe graber und johanna bantzer: urkomisch und herzzerreissend. untermalt durch die wunderbare musik von sophie hunger ist micha lewinsky ein werk gelungen, das niemanden kalt lässt.

neben film spielte natürlich auch das theater in der letzten zeit eine bedeutende rolle in meinem leben. letzten freitag stand die premiere von anna viebrocks neuem stück doubleface oder die innenseite des mantels auf dem programm. viebrock ist ein wunderbares portrait der mode der fünfziger jahre gelungen. christian dior und yves saint laurent beherrschen die bühne, fachsimpeln, martalern rum. es ist eine freude den beiden (graham f. valentine und marc bodnar) zuzusehen. die heiteren momente werden durch besinnliche nachtepisoden ergänzt, wobei die stärke der inszenierung eindeutig in der darstellung des tages liegt. ein kleiner warnhinweis: man sollte des französischen einigermassen mächtig sein, um dieser inszenierung zu folgen.

am letzten sonntag, wie schon an anderer stelle erwähnt, besuchte ich die neueste inszenierung der lunatiks produktion aus berlin in frankfurt. gewohnt gekonnt  wurden die freuden und leiden der hochbegabung in der performance durchgespielt. als zuschauer wurde man als erstes mit einem iq-test konfrontiert. man fühlte sich einem hochbegabten gleich schon fast unter dauerstress gestellt. in der folgenden performance, die in zufälliger reihenfolge durchgespielt wurde, erzählten die jugendlichen darsteller zwischen zehn und sechzehn aus ihrem leben als hochbegabte. was ist intelligenz? wie lebt man als schneller-denkender? ohne lehrmeisterhaft zu sein, beantwortete die inszenierung viele fragen, warf aber auch neue auf. wer also zeit und lust hat (und gerade in berlin ist), sollte die vorstellungen mitte februar defintiv in betracht ziehen.

mit neuem elan geht es weiter

der alte blog ist voll, darum muss es hier an neuer stelle mit alter frische weitergehen. (hoffentlich dauert es jetzt ein bisschen länger, bis dieser blog voll ist) natürlich ist diese version hier nur eine übergangsphase. ich muss da noch etwas rumwerkeln. aber hauptsache, ich kann wieder schreiben.

nun zu den ereignissen der letzten zeit. ziemlich ärgerlich war, dass ich am freitag mit dem studentenabo eigentlich ins theater gehen wollte (darein) aber aus irgendwelchen gründen hatte das theater unsere tickets weiterverkauft. weil wir (sie und er waren auch dabei) das aber nur sehr kurzfristig erfuhren, traf man sich dennoch um etwas kleines zu essen. da wir nun aber in stimmung waren eine geschichte erzählt zu bekommen, entschlossen wir uns ins kino zu gehen. der neue brad pitt-film hatte es uns angetan. und ja, ich finde es hat sich gelohnt. er war zwar sehr lang, aber die wunderbaren bilder, die guten schauspieler und die doch sehr schön erzählte geschichte liessen das gänzlich in den hintergrund rücken. und der film hat ja auch den wunderbarsten titel aller zeiten: the assassination of jesse james by the coward robert ford. (der hatte natürlich nicht auf dem ticket platz; da stand lediglich: the assassina…)

das wochenende ist wiederum der uni und jane austen gewidmet. kitsch, as kitsch can. muss aber sein und ich wende mich dann mal der emma zu.

happy birthday mr. president, ähhh, sista!

schönen tag wünsch ich dir. und mach weiter so.