Archiv der Kategorie: alltäglichkeiten

Was macht denn der Pudel so?

Der Pudel ist mannigfaltig tätig derzeit. Einerseits drückt er selber wieder die Schulbank, um davor stehen  zu können (was er auch immer wieder tut). Andererseits darf das Theater natürlich nicht zu kurz kommen. Pudels Erkenntnis war aber, dass es nicht auf der Assistentenschiene weitergehen kann. Irgendwann muss Butter bei die Fische, sprich was Eigenes her. Gesagt, getan. Vor zwei Monaten wurde ein eigenes Performancekollektiv (in reger Zusammenarbeit mit zwei anderen Theaterverrückten) gegründet. Heute Abend findet die erste (kleine) Veranstaltung statt. Der Pudel als Regisseur. Bei den kommenden Projekten wird er aber meistens die Rolle des Dramaturgen einnehmen. Des was? Des Dramaturgen. Ein Beruf, den es ausserhalb des deutschsprachigen Raums nicht gibt und von dem nur die wenigstens wissen, was das überhaupt sein soll. Vielleicht hilft das ja weiter.

Ich freu mich auf neue Herausforderungen und viel Kunst und Kommerz.

Des Pudels Irrtum

Ich bin heute mal wieder meiner absoluten Orientierungslosigkeit bewusst geworden. Ich hätte ohne Sistas Zutun, das neue Zentrum des Einkaufswahnsinns an einer völlig falschen Stelle in der Stadt gesucht. Zum Glück war sie dabei. Ich hätte schon blöd geguckt, wenn ich keine Menschenmassen und kein Verkehrchaos vorgefunden hätte.

neues aus der hauptstadt

na ja, der titel greift vielleicht zu hoch. wirklich neues gibt es nicht. ich geh brav zu meinen proben. das stück nimmt langsam formen an. die leute sind immer noch toll. die arbeit macht immer noch spass. ab und an gibt es kaffee im mörder (und wenn es nur schnell ein coffee to go auf dem weg zur probe ist). der mörder hat auch extra für mich wieder gummischlümpfe ins sortiment aufgenommen. cafés mit gummischeiss müsste es mehr geben.

unser probenraum liegt in der nähe der ältesten bäckerei des prenzlauer bergs. da decken wir uns in den pausen auch jeweils ein. wunderbar, berlin at its best.

über einen äusserst sehenswerter film über berlin und die currywurst bin ich gestern gestolpert. da wird schon so einiges klar. die faszination für die stadt und warum berlin so ist, wie berlin eben ist. 

heute sagenhafte zweieinhalb stunden mit sista telefoniert. ich weiss nicht, wann ich das das letzte mal getan hab. aber es gab halt einfach viel zu erzählen. über gott und die welt geredet. morgen kommen dann mama und papa pudel zu besuch. ich hau aber anfang der woche für ein paar tage nach prag ab. wir haben da ein gastspiel. ich war noch nie in prag. wunderbar, wenn man arbeit und vergnügen verbinden kann. mama und papa hüten dann die wohnung und machen berlin unsicher. à propos unsicher machen: ich freu mich ja schon auf seinen besuch. da weiss ich schon den einen oder anderen ort, wo wir hingehen müssen. irgendwie krieg ich es momentan ausganstechnisch so alleine in berlin noch nicht ganz hin. das wird dann nachgeholt!

reiseberichte aus prag folgen…

ein pudel in berlin

tja, wie hat euer aller pudel die letzten tage in berlin so verbracht? die proben (und damit der alltag) haben begonnen. wir treffen uns in einem wunderschönen ostigen tanzsaal in prenzlauer berg, um unser stück zu entwickeln. parallel zu den proben, die sich mehrheitlich mit der frage auseinandersetzen, wo es grenzüberschreitungen gibt und wie das theatral zu verarbeiten ist, werden immernoch konzeptionelle gespräche geführt. die finden mal in einer wunderschönen prunkplattenbauwohnung an der karl marx allee oder einfach beim inder um die ecke statt. ein gutes team hat sich hier gefunden. es macht riesen spass einfach rumzuspinnen und das ganze dann arbeit zu nennen. ich bin gespannt, wie das andprodukt dann aussehen wird.

parallel zu den proben für das neue stück finden die vorbereitungen für unser gastspiel eines älteren stückes in prag statt. gestern hab ich mir den ort angeschaut, wo wir am sonntag die wiederaufnahmeprobe haben werden. habe mich nett mit einem psychiater unterhalten, der auch zwischen basel und berlin pendelt. ganz lange hat er nicht gemerkt, dass ich schweizerin bin. nur ein kleiner helvetismus hat mich verraten. man kann wohl seinen wurzeln nicht entfliehen.

von berlin selbst hab ich noch nicht viel gesehen. natürlich häng ich in meiner ecke ab, gehe ab und an in den mörder oder andere bars, aber ausser den geschäftlichen reisen in einen anderen stadtteil, hab ich mitte und prenzlauer berg noch nicht verlassen. morgen hab ich frei. da schwing ich mich dann mal aufs fahrrad (oder velo, muss ja meinen wurzeln treu bleiben) und fahr mal zum palast der republik und radel unter den linden runter. ein bisschen touriprogramm muss auch in der zweiten heimat sein. 

meine vermieterin (ui, klingt das offiziell) ist gestern für sechs wochen nach australien abgehauen. recht hat sie. der winter in berlin ist ja nicht unbedingt sanft. bis jetzt geht es allerdings. es gibt noch tage, an denen man sich in der sonne draussen mit einem buch und kaffee und zigarette hinsetzen und die vielleicht letzten sonnenstrahlen des jahres erhaschen kann. gegenüber vom mörder hat ein möbel verkauf und verleih aufgemacht. er hat sich in den räumlichkeiten des alten white trashs eingemietet. er hat wunderbare stücke. die besten verkauft er aber nicht. ausserdem hat er echt gesalzene preise. ich glaube geshoppt wird wo anders. 

letzten samstag waren wir zu einer abschiedsparty eines alten freundes eingeladen. schlemmen und trinken in der wohnung, wo ich schon viele schöne stunden verbracht habe. die wg wird aufgelöst, weil sie aus der wohnung müssen. das haus wird luxussaniert. ein ziemlich bekanntes problem in der stadt. der freund zieht jetzt aber nicht einfach um die ecke, sondern in eine andere hauptstadt: er zieht nach bern. ganz praktisch, da muss er einfach nur das „li“ aus berlin streichen.  

nun denn, ich schliesse mit einer kleinen umfrage. gehabt euch wohl. euer pudel

so knapp wie heute wars noch nie

heute früh aus dem bett gekullert, aufs rad geschwungen und gen rathaus gewetzt. es musste die (zugegeben etwas illegale) abkürzung sein, sonst hätte ich es bis zum glockenschlag nicht mehr ins rathaus geschafft. beim absteigen noch fast vom rad gefallen, aber alles gut. ich konnte meine stimme abgeben, auch wenn begleitet von „jetzt aber hopp hopp“-rufen der stimmauszählenden. alles bestens. es hat geklappt. 

dann ging es wieder an die arbeit. neue tonaufnahmen mussten her, ein neuer schnitt, die ganze technik überprüfen, proben um dann, beim probedurchlauf ihn in der kälte warten zu lassen. tja, die technik hatte den pudel erneut besiegt. hoffen wir, dass es morgen besser geht.

räge, räge dröpfli

(via)

es rägnet uf mis chöpfli…

gerade ewig lang in der buchhandlung ausgeharrt und spannende bücher gelesen, um nicht in den schiff raus zu müssen.

chnübli hat gemotzt

ja, liebe frau chnübli, ich schreib ja mal wieder. oft denke ich einfach, dass meine erlebnisse des alltags ja eh niemanden interessieren (hier bitte vehementes veto einlegen!) bzw. oft komm ich schlichtweg nicht dazu. kein wunder bei meinem job. jetzt hab ich aber wieder ein paar freie tage und kann all die sozialen verpflichtungen nachholen, die in letzter zeit zu kurz gekommen sind. d.h. leckere apéroeinladungen auf dem pudelschen balkon, am rhein abhängen, lecker essen gehen, feuerwerkseinladungen im hause pudel, imacshoppen mit sista (noch gehört mir ein drittel des tollen teils!), grillen in hinterhöfen… das leben bietet viel abwechslung. auch beruflich geht es vorwärts. ich wurde angefragt, ob ich in der kaserne eine asistenz übernehmen will. da hab ich natürlich nicht nein gesagt. euer aller pudel wird also zur eröffnung der neuen intendanz ihren teil dazu beitragen. gestern hatte ich das erste treffen mit dem regisseur. das wird eine gute sache. ich bin überzeugt. es passiert also eigentlich viel, aber eben, man kommt nicht immer dazu alles ins netz zu stellen (denn dann hätte man ja gar kein leben ;-)). ich schmeiss mich also wieder zurück ins leben und gelobe besserung, frau chnübli