Monatsarchiv: Februar 2010

Des Pudels Fasnacht

Es fasnachtet gar sehr. Stunden werden verbracht, in denen fleissig am Goschdym gebastelt wird. Es wird ein ganz speziel fantastisches dieses Jahr (so hoff ich doch zumindest). Die Vorfreude steigt, bis dann am 22. Hornig um 4:00 früh der Morgestraich beginnt. Erstmals wird auch Herr Anananas und so wie es aussieht Frau Chnübli am schönsten Moment der drey scheenschte Dääg teilnehmen. Mal sehen, ob sie sich der Frau Fasnacht nicht verwehren können. Mich hat der Fasnachtswahn ja schon als Kleinkind gepackt. Kein Wunder; hat uns doch die Verwandschaft, als wir im fernen Afrika wohnten, morgens früh angerufen und den Hörer aus der Telefonkabine auf dem Marktplatz gehalten, damit wir wenigstens so ein bisschen dabei sein konnten. Das halten wir übrigens immernoch so. Wenn einer aus der Familie, aus was für Gründen auch immer, nicht an den Morgestraich gehen kann, kriegt er einen Anruf aus der Menschenmasse.

Eine lustige Episode aus Kindheitszeiten muss ich jetzt aber doch noch loswerden. Im Februar 1984 zogen wir vom Land in die Stadt und ich musste in einen neuen Kindergarten gehen. Dort wurde ich sehr herzlich unter die Fitiche von meinem älteren Cousin genommen. Ich fühlte mich wohl. Schon bald war der Zeitpunkt gekommen, dass der Kindergarten einen Fasnachtsumzug mit selbstgebastelten Larven machen sollte. Weil ich aber erst so kurz in diesem Kindergarten war, hatte ich natürlich keine Zeit gehabt eine eigene Larve zu basteln. Zu meinem Glück war am Tag des Umzugs ein anderes Kind krank und ich durfte diese Larve ausleihen. Mensch, war ich stolz, dass ich auch mitlaufen durfte. Die Kinder hatten aus Waschpulverkartons Häuser gebastelt, in denen man vom Kopf bis etwa zur Hüfte drinsteckte. Natürlich gab es Sehschlitze und Löcher für die Arme. Man steckte aber ziemlich fest in diesen Dingern. Nun denn, der Umzug ging los und man bewegte sich vom Kindergarten Richtung Wasserturm. Es waren auch Eltern mit Piccolos und Trommeln dabei. Die Stimmung war richtig fasnächtlich. Als wir dann aber am Wasserturm ankamen, wurde mir dermassen schlecht, dass ich keine Zeit mehr hatte, mich aus dem Haus zu schälen und die ganze Larve vollkotzte. Zum Glück weiss ich nicht mehr, wessen Larve ich da aufhatte. Ich könnte der Person bis heute nicht in die Augen schauen. So peinlich war mir das.

Nun wünsch ich allen weiterhin eine schöne Vorfasnachtszeit und hoffe auf möglichst kotzfreie Tage.

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Des Pudels Leben in pink

Manchmal ist das Leben einfach pink. Ob meins zur Zeit in diese Farbschattierung gefärbt ist, mag ich nicht beurteilen. Was sicher ist, ist der Umstand, dass alles im Wandel ist. Das künstlerische Leben wird gerade etwas auf Eis gelegt, eingeweckt, auf die lange Bank geschoben. In einem langen Findungsprozess habe ich mich dazu entschieden, meinem Leben einen Hauch von Sicherheit zu verpassen. Ich hab mich besonnen und fange daher jetzt ein Studium zur Gymnasiallehrerin an. Eigentlich ganz passend, bin ich doch als Klugscheisserin verschrien und als Lehrerin wäre ich dann ja gewissermassen eine diplomierte Besserwisserin.
Nun lass ich die Zeit entscheiden, was diese Entscheidung bringen wird. Nun denn, Montag werde ich das erste Mal vor einer Klasse stehen und sie in die Tiefen der englischen Sprache einführen. Man kann gespannt sein.
Das Leben ist pink und euer Pudel sowieso.

Des Pudels Tichu

Tichu kann einen sehr aus der Bahn werfen. Da spielt man einen Abend lang und verliert trotz grossartigem Partner und perfekter Strategie jämmerlich. Und dann wird es so spät, dass man es morgens kaum aus dem Bett schafft und den Zug in die Pampa verpasst.

P.S.: dafür war der Einsiedler Grappa fantastisch.