Monatsarchiv: September 2008

ein weiterer schritt richtung verbotsstaat

(via)

nun ist sie also durch, die abstimmung, ob in basels lokalen noch geraucht werden darf oder nicht. na ja, knapp wars. was mich, zugegeben als raucherin, an der ganzen sache stört, ist dass mit dem entscheid, das rauchen generell zu verbieten, die wahlfreiheit des wirtes bzw. des kunden beschnitten wird. ein staat, der seine bürger bevormundet, kann für mich nicht die lösung sein. kann denn nicht ein nebeneinander gefördert werden? schon jetzt, gibt es viele rauchfreie lokale und zugegeben, ich mag es auch nicht, wenn mir jemand beim gemütlichen dinnieren den qualm ins gesicht pustet. dementsprechend versuche ich auch selbst meinen nichtrauchenden mitbürgern gegenüber rücksichtsvoll entgegenzutreten. wir werden sehen, was dieses verbot bewirken wird. 

p.s. ob der gestank von bier, urin und schweiss in übervollen clubs so viel besser ist als rauchgeschwängerte luft, wag ich zu bezweifeln.

der pudel hatte premiere

siehe auch hier.

geschichten, die das leben schreibt

heute war hp 2 angesagt. ein weiterer durchlauf, so zu sagen. nachdem die technik endlich besiegt war, sprach alles für einen reibungslosen ablauf. auf die minute pünktlich konnte gestartet werden. die ersten vier durchgänge liefen auch ohne nennensewerte probleme ab. als dann der fünfte zuschauer (an dieser stelle sollte vielleicht erwähnt werden, dass sich des pudels neuestes theaterprojekt jeweils nur ein zuschauer gleichzeitig anschauen kann) auf dem weg war (man kriegt nämlich ein handy in die hand gedrückt und wird durch die stadt gelotst), hörte euer aller pudel merkwürdige dinge. irgendetwas schien vorgefallen zu sein. der zuschauer sprach wirres zeug mit leuten, die nicht in die produktion eingebunden waren, dabei sollte er doch einfach still unserer geschichte folgen und pünktlich an ort und stelle am schauplatz der performance eintreffen. im nachhinein stellte sich heraus, dass in einer der strassen, durch die unser rundgang führte zeitgleich ein mord passiert war. die strasse war unpassierbar geworden, polizisten hatten alles abgesperrt, nix ging mehr. der arme verstörte mann musste von einem unserer schauspieler durch andere gassen gelotst werden, dass er überhaupt den zweiten teil des abends sehen konnte. spätere besucher sahen nur noch die spurensicherung bzw. den leichenwagen vorfahren. manchmal macht das leben ein grösseres theater als es das theater je behaupten könnte.

so knapp wie heute wars noch nie

heute früh aus dem bett gekullert, aufs rad geschwungen und gen rathaus gewetzt. es musste die (zugegeben etwas illegale) abkürzung sein, sonst hätte ich es bis zum glockenschlag nicht mehr ins rathaus geschafft. beim absteigen noch fast vom rad gefallen, aber alles gut. ich konnte meine stimme abgeben, auch wenn begleitet von „jetzt aber hopp hopp“-rufen der stimmauszählenden. alles bestens. es hat geklappt. 

dann ging es wieder an die arbeit. neue tonaufnahmen mussten her, ein neuer schnitt, die ganze technik überprüfen, proben um dann, beim probedurchlauf ihn in der kälte warten zu lassen. tja, die technik hatte den pudel erneut besiegt. hoffen wir, dass es morgen besser geht.

pudel und technik

der pudel hat einen kampf mit der technik geführt. leider hat die technik gewonnen!

pudeliö!!!

heute in der besten aller basler zeitungen: