Monatsarchiv: Juni 2008

pudel, der ökofundi

oft nerve ich meine umwelt mit meinem (übertriebenem?) ökologischen bewusstsein. geh ich in den supermarkt, wird möglichst bio gekauft. natürlich schau ich auch immer brav, woher die produkte kommen. ich will ja nicht meine einkaufstasche mit co2 füllen. wein aus australien oder sonst von übersee kommt mir erst gar nicht in den einkaufskorb (auch wenn er lecker sein kann). oft steh ich dann zwischen den regalen und rege  mich über die geiz-ist-geil-mentalität der anderen kunden auf, die nur auf den preis schauen und denen jegliches bewusstsein für nachhaltiges einkaufen fehlt.

als ich während des studiums noch in einem „normalen“ betrieb gearbeitet habe, kam mir immer die galle hoch, wenn ich die ganzen mitarbeiter schon nur sah, die weit draussen auf dem land wohnten und jeden tag mit dem auto (am besten noch alleine) zu arbeit fuhren. ich musste mich jeweils recht zusammennehmen, dass ich nicht ständig vor mich hingemotzt habe. der öffentliche verkehr ist in der schweiz doch so gut geregelt. steigt doch mal in den zug. da könnt ihr  sogar noch frühstücken, arbeit oder einfach die zeitung lesen.

noch extremer reagiert der pudel auf die ferienplanung seiner mitmenschen. immer muss es thailand sein oder schnell mal mit dem billigflieger in die nächste stadt gejettet. muss denn das sein? nach berlin, beispielsweise, kommt man locker mit dem zug. da ist der kerosinausschuss einfach nicht gerechtfertigt, nämlich. zur zeit hört man ja im zusammenhang mit der derzeitigen ölkrise, dass auch die flugpreise massiv steigen werden; ich muss sagen, ich finde das nicht so schlimm. vielleicht fangen ja auch andere menschen jetzt mal an, ihr handeln zu hintersinnen. wer weiss möglicherweise helfen die hohen ölpreise, dass  die menschheit endlich alternativen zu den fossilen brennstoffen sucht und ihnen eine chance gibt. zu wünschen wäre es.

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mein motto für die nächsten tage:

„aus dem hintergrund müsste lahm schiessen – lahm schiesst! – tooooor! tooooor! tooooor! tooooor!“

“aus! aus! aus! – aus! – das spiel ist aus! – deutschland ist europameister!“

impressionen der letzten tage

schweiz tschechien im grenzwert

da war die welt noch in ordnung. das spiel schweiz tschechien gesehen im grenzwert.

eiscafé rossini

typisch deutsch: in freiburg gibt es an jeder ecke ein eiscafé. isst irgendjemand in der schweiz soviel glacé wie die deutschen?

petarden auf der mittleren brücke

leider (oder vielleicht zum glück?) hab ich das spiel schweiz türkei nicht gesehen. ich hatte probe. gesehen hab ich dafür die petarden auf der mittleren brücke im anschluss an das spiel.

hopp männerheim

leider etwas unscharf. man sieht hier (eigentlich), dass sogar das männerwohnheim eurotauglich ist.

das ist nicht unser bier

ohne den intendanten zu informieren, hat man ein riesenwerbebanner ans theater gehängt. uefa sei dank. das theater wehrt sich subtil aber sehr treffend.

des plutos kern

und das da war des pu… ähhh.. plutos kern.

pleiten, pech und pannen

letzte woche sah alles so rosig aus. ein job in aussicht, em vor der haustüre, alles friedlich. nach einem gemeinsamen wochenende mit chnübli, bei dem – wie gesagt – durchaus exzessiv gefeiert wurde, scheint lediglich ein scherbenhaufen übriggeblieben zu sein. am montag hab ich den job angetreten und ich fühl mich gelinde gesagt, total unterfordert: „pudel geh mal kaffeekochen“, „pudel hol mal den schlüssel für die probebühne“, „pudel wasch mal das geschirr ab“. nachdem ich in basel gerade eine extrem eigenständige arbeitsweise erlebt habe (bei der ich am schluss eher etwas überfordert war), ist dies natürlich ein totaler rückschritt. obwohl das stück ganz gut werden kann, macht es mir überhaupt keinen spass hier in der provinz zu arbeiten. mal schauen wie lange ich noch durchhalte.

zu alldem kommt, dass ich jeweils auch abends probe habe und daher noch nicht mal den heutigen match gucken kann. das nervt natürlich immens. da hat man einmal im leben die em vor der haustür und was macht pudel? er verbringt den ganzen tag in deutschland. kleine randbemerkung: wenn deutschland morgen spielt, haben wir natürlich frei. ich hoffe ja inständig, dass die heutige abendprobe vielleicht nur bis acht geht, damit ich vielleicht noch ein bisschen was sehen kann. das sind wahrscheinlich aber nur fromme wünsche.

das wochenende mit chnübli war ja super, aber eine begleiterscheinung ist, dass euer aller pudel jetzt regelrecht gestalkt wird. note to self: das hat man davon, wenn man mal einmal seine telefonnummer rausgibt. herr anananas, der gestern an einem meiner seltenen freien abenden bei mir zu besuch war, hat sich ja köstlich amüsiert.

nun denn, es muss weiter gehen. vielleicht lass ich den job job sein und suche mir was besseres oder es wird wieder alles gut. aber wenn man sich schon körperlich etwas angeschlagen fühlt, dann tragen oben genannte umstände nicht unbedingt zu einem allgemeinen wohlbefinden bei.

nachtrag: die abendprobe gestern war gut. da waren ja auch nur der regisseur, der hauptdarsteller und ich anwesend. ich glaub mein grösstes problem liegt bei der regieassistentin, die gelinde gesagt ein „huscheli“ (o-ton chnübli) ist. mal gucken, ob ich den bettel hinwerfe oder brav die zähne zusammenbeisse. immer lieb sein, kann aber keine lösung sein.

ach ja, vom spiel hab ich nix gesehen. ist vielleicht auch besser so. was war denn das liebe nati?????

mit chnübli uf dr gass

die em fordert ihre ersten opfer: chnübli hat es  in den wirren der nacht geschafft, ihre videos zu löschen. gut, war auch der pudel mit einer kamera vor ort. leider sieht man uns hier nicht beide rumhüpfen, aber man kann erahnen, wie die beiden bloggerinnen basel unsicher machten. es wurde dann ja anschliessend eine lange nacht

der pudel wird zum em-blogger

mitten in der basler fanzone wohnend komm ich fast nicht drum, das jetzt doch entstehende em-fieber mitzukriegen. da beobachtete ich letzten montag, wie ein überdimensionales gelbes m eines sponsors mit einem kran rummanövriert wird. darum herum zehn glozende zuschauer, die den anschein machen, noch nie etwas derart spannendes gesehen zu haben. die kaserne ist seit tagen zugepflastert mit wurstbuden, zelten von sponsoren, eine leinwand wurde eingerichtet. rein kommt man nur noch nach einer leibesvisitation. gestern grosses feuerwerk eines sponsors (es gibt stimmen, die sagen, dass das feuerwerk teurer und grösser war, als das offizielle fuerewerk am ersten august). mein haus wird ständig von helikoptern überflogen. heute gröhlen die fans schon seit vormittags und stimmen sich mit reichlich bier auf das eröffnungsspiel vor. angesichts der menschenmassen, die sich schon stunden vor dem spiel vor meinem haus herumtreiben hab ich entschieden das spiel heute daheim zu gucken. sista kommt. wir machen es uns bequem. irgendwann wird auch chnübli dazustossen, die sich zwar aus fussball nicht soviel macht, aber wir gehen ja auch im anschluss an das eröffnungsspiel ins theater. (hätte jemand ernsthaft etwas anderes vom pudel erwartet?) da hält nämlich herr kuttner einen videoschnipselvortrag zum thema fussball. das wird sicher der abräumer.

ihr werdet sicher noch mehr hören, wie sich die em vor des pudels haustür entwickelt. mein fahrrad hab ich schon mal vor randalierenden fans in sicherheit gebracht.

eine frage an die deutsche leserschaft

(via)

ab montag hab ich einen job am theater freiburg. juhui! dafür ist es sinnvoll ein deutsches handy zu haben. kann mir jemand sagen, was da ein guter deal ist? müsste wohl ein prepaidangebot sein, da ich weder einen deutschen wohnsitz noch eine deutsche bankverbindung habe. kann mir jemand weiterhelfen? sonst frag ich einfach den netten mann im handyladen.