update der kulturellen ereignisse der letzten zeit

vor einiger zeit hab ich mir die, auf den ersten blick eher seicht wirkende komödie keinohrhasen im kino angesehen. erst dachte ich ja, dass es es sich bei einem weiteren til schweigerfilm, um nicht so ein brilliantes meisterwerk handeln kann. ich wurde dann aber sehr positiv überrascht. der film ist sehr unterhaltsam, äussert selten begiebt er sich auf kalauerniveau, nein, meist zeichnet sich der humor durch einen geistreichen witz aus. dass nora tschirner der hammer ist, muss ich hier wohl kaum erwähnen. der film ist meines erachtens also sehr sehenswert.

um beim kino zu bleiben: letzten montag schleppte mich trötz in woody allens neuen film cassandra’s dream. nach match point und scoop ist dieser ja der dritte film, den er auf den britischen inseln gedreht hat. match point hab ich damals ja geliebt. ich hatte ihn ohne jegliches vorwissen im mittagskino gesehen und war überwältigt von der handlung, die nie voraussehbar war. ähnlich ergieng es mir nun bei cassandra’s dream. der film wurde nie langweilig. nie wusste man, auf was allen hinzielen würde. sehr positiv überraschte mich die darstellung terrys durch colin farrell. kannte ich ihn doch vorallem aus den klatschspalten lieferte er in diesem film ein subtiles spiel, das man schon fast rührend nennen kann.  fazit: ein sehr sehenswerter film über zwei brüder, die eine folgenschwere entscheidung treffen müssen.

gestern dann, mit sista in der freund. vorweggenommen: der film hat den schweizer filmpreis mehr als verdient.  ich hab geheult wie ein schlosshund und gelacht wie ein… ähm, wie was lacht man eigentlich? das spiel der beiden hauptdarsteller philippe graber und johanna bantzer: urkomisch und herzzerreissend. untermalt durch die wunderbare musik von sophie hunger ist micha lewinsky ein werk gelungen, das niemanden kalt lässt.

neben film spielte natürlich auch das theater in der letzten zeit eine bedeutende rolle in meinem leben. letzten freitag stand die premiere von anna viebrocks neuem stück doubleface oder die innenseite des mantels auf dem programm. viebrock ist ein wunderbares portrait der mode der fünfziger jahre gelungen. christian dior und yves saint laurent beherrschen die bühne, fachsimpeln, martalern rum. es ist eine freude den beiden (graham f. valentine und marc bodnar) zuzusehen. die heiteren momente werden durch besinnliche nachtepisoden ergänzt, wobei die stärke der inszenierung eindeutig in der darstellung des tages liegt. ein kleiner warnhinweis: man sollte des französischen einigermassen mächtig sein, um dieser inszenierung zu folgen.

am letzten sonntag, wie schon an anderer stelle erwähnt, besuchte ich die neueste inszenierung der lunatiks produktion aus berlin in frankfurt. gewohnt gekonnt  wurden die freuden und leiden der hochbegabung in der performance durchgespielt. als zuschauer wurde man als erstes mit einem iq-test konfrontiert. man fühlte sich einem hochbegabten gleich schon fast unter dauerstress gestellt. in der folgenden performance, die in zufälliger reihenfolge durchgespielt wurde, erzählten die jugendlichen darsteller zwischen zehn und sechzehn aus ihrem leben als hochbegabte. was ist intelligenz? wie lebt man als schneller-denkender? ohne lehrmeisterhaft zu sein, beantwortete die inszenierung viele fragen, warf aber auch neue auf. wer also zeit und lust hat (und gerade in berlin ist), sollte die vorstellungen mitte februar defintiv in betracht ziehen.

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2 Antworten zu “update der kulturellen ereignisse der letzten zeit

  1. bei keinohrhasen ging es mir absolut ähnlich.

    und manch einer lacht wie ein meerschweinchen, pferd hab ich auch schon gehört und nunja die schweinischen grunzer gibts auch noch ;-)

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