typisch schweiz, die zweite

nein, mir ist nicht schon wieder so etwas passiert, nur kam mir in dem zusammenhang eine uralte geschichte wieder in den sinn, die papa pudel gerne immer wieder erzählt.

wie auch schon erwähnt, verlebte euer aller pudel seine ersten lebensjahre im südlichen afrika. als sich dann die eltern pudel entschieden wieder in die kalte schweiz zurück zu ziehen (und dies auch getan hatten), waren pudel und papa pudel eines tages bei grossmami und grosspapi pudel zu besuch. auf dem heimweg mussten wir auf die tram warten. um das kleine kind (pudel war damals drei jahre alt) zu unterhalten, spielten wir das allzeit beliebte spiel „automarken-erkennen“. ja ja, damals war der pudel ein richtiger autofreak und kannte jedes modell, das in den frühen 80ern auf den strassen rumbrauste.* (heute kann ich knapp einen käfer von einem mercedes unterscheiden…) wir sassen also da, papa pudel fragte und pudel benannte die vorbeifahrenden autos. ein idyllisches bild, bis sich ein älterer gutbürgerlicher herr in die szene einmischen musste. er meinte nur abfällig: „kenne si ihrem kind nit eppis wärtvollers bybringe?“ da wusste papa pudel, dass er wieder in der schweiz angekommen war.

*dazu noch die kleine anekdote: mit der playgroup in südafrika besuchte der pudel den lion park in der nähe von johannesburg. als mich die eltern am abend über den besuch ausfragten, erzählte ich nur vom blauen mazda, mit dem wir rumgefahren sind. kein wort über irgendwelche löwen. hat mich wohl überhaupt nicht interessiert. ein, zwei tage später hab ich noch von der ice cream erzählt, die wir bekommen haben.

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10 Antworten zu “typisch schweiz, die zweite

  1. bei so vielen pudel wird einem ja ganz schwindlig. es pudelt schaurig.

  2. dabei fällt mir übrigens ein: schaurig, ist das nicht ein hübsches wort? ich schlage vor, dass es in die liste der schützenswertesten wörter aufgenommen wird. dazu gehört desweiteren: . oh. das spar ich mir lieber für meinen eigen blog. das find ich eine schaurig gute idee.

  3. ich denke, ich weiss, welchen film sie gemeint haben. war da nicht zufällig noch ein andrer pudel dabei?

  4. zu wissen, welche filme die kaffeetante b gekauft hat, ist aber vielleicht auch nicht von schaurig grosser bedeutung für mich.

  5. übrigens ist talk about literature genauso möglich wie talk about language. die sprache, dies schöne ding, ist schaurig praktischerweise zur metakommunikation, -reflektion oder wie sie woller in der lage. dies viel mehr als zum beispiel der tanz. (womit wir bei meinem letzten eintrag unter anninamat wären.) ist schliesslich die sprache noch immer aus ausgeklügeltste zeichensystem – daneben das verbreitetste -, dessen wir uns bedienen können.

  6. höchstens das bild ist da noch auch schaurig weit verbreitet. und, jaja, man sagt, ein bild könne mehr sagen als tausend worte. ABER: es ist eben doch nicht zur metakommunikation in der lage. bilder können nur höchst selten über bilder „sprechen“. mit sprache kann man aber prima über sprache sprechen. saurig gut sogar.

  7. haha, und wo ist ein bild selbstreferenziell? ich weiss ein gutes beispiel, sie pudel, sie. haben sie es nicht einbald auf ihrem blog hingepudelt? so schliesst sich also erneut der kreis. schön. schaurig schön. dann geh ich wohl man wieder bägg tu wörk.

  8. ähm, welches bild meinen sie jetzt genau? mein hirn ist gerade lizbedingt ein wenig löchrig.

    aber klar, bilder können durchaus sehr selbstrefereziell sein.

  9. übrigens sind die pudels ganz logisch:
    pudel
    mama und papa pudel
    grossmami und grosspapi pudel
    und dann gibt es natürlich noch (die kommen hier aber nicht vor) sista pudel, oma und opa pudel.

    ist doch ganz logisch!

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