die österliche ruhe

bibliothek
(via)

in der bibliothek ist vorbei. die ganzen erstsemestrigen sind zurückgekehrt, haben ihre sonnenstunden am rhein beendet und tyrannisieren uns arme lizgeplagten älteren semester wieder. die zeiten, wo man noch rumstöbern und sich entnervt genüsslich der literatur hingeben konnte, sind vorbei. jetzt hört man immer wieder: „hey, du wie macht man diesen computer an?“ oder: „kommst du nacher auch ins proseminar?“ oder gar: „boa ey, fünfzehn seiten müssen wir da schreiben. mensch ist das viel!“ hallo! das ist eine bibliothek und hier hat ruhe zu herrschen!
zum glück hab ich gute kopfhörer, mit denen ich mich zurückziehen und den palaver palaver sein lassen kann. das wird vor allem dann absurd, wenn man über die isolationshaft der raf-gefangenen in stammheim schreibt und sich selber so abschottet, dass man am abend das gefühl hat, man hätte selbst den ganzen tag in isolationshaft verbracht.

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