oft nerve ich meine umwelt mit meinem (übertriebenem?) ökologischen bewusstsein. geh ich in den supermarkt, wird möglichst bio gekauft. natürlich schau ich auch immer brav, woher die produkte kommen. ich will ja nicht meine einkaufstasche mit co2 füllen. wein aus australien oder sonst von übersee kommt mir erst gar nicht in den einkaufskorb (auch wenn er lecker sein kann). oft steh ich dann zwischen den regalen und rege mich über die geiz-ist-geil-mentalität der anderen kunden auf, die nur auf den preis schauen und denen jegliches bewusstsein für nachhaltiges einkaufen fehlt.
als ich während des studiums noch in einem „normalen“ betrieb gearbeitet habe, kam mir immer die galle hoch, wenn ich die ganzen mitarbeiter schon nur sah, die weit draussen auf dem land wohnten und jeden tag mit dem auto (am besten noch alleine) zu arbeit fuhren. ich musste mich jeweils recht zusammennehmen, dass ich nicht ständig vor mich hingemotzt habe. der öffentliche verkehr ist in der schweiz doch so gut geregelt. steigt doch mal in den zug. da könnt ihr sogar noch frühstücken, arbeit oder einfach die zeitung lesen.
noch extremer reagiert der pudel auf die ferienplanung seiner mitmenschen. immer muss es thailand sein oder schnell mal mit dem billigflieger in die nächste stadt gejettet. muss denn das sein? nach berlin, beispielsweise, kommt man locker mit dem zug. da ist der kerosinausschuss einfach nicht gerechtfertigt, nämlich. zur zeit hört man ja im zusammenhang mit der derzeitigen ölkrise, dass auch die flugpreise massiv steigen werden; ich muss sagen, ich finde das nicht so schlimm. vielleicht fangen ja auch andere menschen jetzt mal an, ihr handeln zu hintersinnen. wer weiss möglicherweise helfen die hohen ölpreise, dass die menschheit endlich alternativen zu den fossilen brennstoffen sucht und ihnen eine chance gibt. zu wünschen wäre es.









