des pudels kern

Beiträge vom Januar 2008

update der kulturellen ereignisse der letzten zeit

Januar 31, 2008 · 2 Kommentare

vor einiger zeit hab ich mir die, auf den ersten blick eher seicht wirkende komödie keinohrhasen im kino angesehen. erst dachte ich ja, dass es es sich bei einem weiteren til schweigerfilm, um nicht so ein brilliantes meisterwerk handeln kann. ich wurde dann aber sehr positiv überrascht. der film ist sehr unterhaltsam, äussert selten begiebt er sich auf kalauerniveau, nein, meist zeichnet sich der humor durch einen geistreichen witz aus. dass nora tschirner der hammer ist, muss ich hier wohl kaum erwähnen. der film ist meines erachtens also sehr sehenswert.

um beim kino zu bleiben: letzten montag schleppte mich trötz in woody allens neuen film cassandra’s dream. nach match point und scoop ist dieser ja der dritte film, den er auf den britischen inseln gedreht hat. match point hab ich damals ja geliebt. ich hatte ihn ohne jegliches vorwissen im mittagskino gesehen und war überwältigt von der handlung, die nie voraussehbar war. ähnlich ergieng es mir nun bei cassandra’s dream. der film wurde nie langweilig. nie wusste man, auf was allen hinzielen würde. sehr positiv überraschte mich die darstellung terrys durch colin farrell. kannte ich ihn doch vorallem aus den klatschspalten lieferte er in diesem film ein subtiles spiel, das man schon fast rührend nennen kann.  fazit: ein sehr sehenswerter film über zwei brüder, die eine folgenschwere entscheidung treffen müssen.

gestern dann, mit sista in der freund. vorweggenommen: der film hat den schweizer filmpreis mehr als verdient.  ich hab geheult wie ein schlosshund und gelacht wie ein… ähm, wie was lacht man eigentlich? das spiel der beiden hauptdarsteller philippe graber und johanna bantzer: urkomisch und herzzerreissend. untermalt durch die wunderbare musik von sophie hunger ist micha lewinsky ein werk gelungen, das niemanden kalt lässt.

neben film spielte natürlich auch das theater in der letzten zeit eine bedeutende rolle in meinem leben. letzten freitag stand die premiere von anna viebrocks neuem stück doubleface oder die innenseite des mantels auf dem programm. viebrock ist ein wunderbares portrait der mode der fünfziger jahre gelungen. christian dior und yves saint laurent beherrschen die bühne, fachsimpeln, martalern rum. es ist eine freude den beiden (graham f. valentine und marc bodnar) zuzusehen. die heiteren momente werden durch besinnliche nachtepisoden ergänzt, wobei die stärke der inszenierung eindeutig in der darstellung des tages liegt. ein kleiner warnhinweis: man sollte des französischen einigermassen mächtig sein, um dieser inszenierung zu folgen.

am letzten sonntag, wie schon an anderer stelle erwähnt, besuchte ich die neueste inszenierung der lunatiks produktion aus berlin in frankfurt. gewohnt gekonnt  wurden die freuden und leiden der hochbegabung in der performance durchgespielt. als zuschauer wurde man als erstes mit einem iq-test konfrontiert. man fühlte sich einem hochbegabten gleich schon fast unter dauerstress gestellt. in der folgenden performance, die in zufälliger reihenfolge durchgespielt wurde, erzählten die jugendlichen darsteller zwischen zehn und sechzehn aus ihrem leben als hochbegabte. was ist intelligenz? wie lebt man als schneller-denkender? ohne lehrmeisterhaft zu sein, beantwortete die inszenierung viele fragen, warf aber auch neue auf. wer also zeit und lust hat (und gerade in berlin ist), sollte die vorstellungen mitte februar defintiv in betracht ziehen.

Kategorien: basel · berlin · filmjunkie · theaterschlampe

erkenntnis des tages

Januar 30, 2008 · 3 Kommentare

ämter nerven!

Kategorien: alltäglichkeiten

pudel on the road

Januar 28, 2008 · 5 Kommentare

img_0395.jpg

gestern mal schnell nach frankfurt hin und zurück gefahren. papa pudels hände sind wieder soweit hergerichtet, dass er solche abenteuer auf sich nehmen kann. (wie sehr hat er das autofahren vermisst) bei winterlichen temperaturen durch mainhattan gelaufen, dann aber ins theater gegangen (was denn sonst?) der ausflug wars mehr als wert.

Kategorien: pudel on the road · theaterschlampe

heath ledger

Januar 23, 2008 · 3 Kommentare

 

als ich heute früh am radio hörte, dass er gestorben sei, hat mich das erstaunlicherweise ziemlich mitgenommen. so ganz kann ich mir das nicht erklären. vielleicht weil er am gleichen tag wie ich geburtstag hatte?

Kategorien: skurillitäten

next level parzival

Januar 21, 2008 · 2 Kommentare

nextlevelparzival012_g.jpg

(bild: judith schlosser)

tim staffels stück next level parzival in der regie von sebastian nübling am theater basel in koproduktion mit der ruhrtriennale und dem jungen theater basel stand gestern auf dem programm. gewohnt gekonnt inszenierte nübling ein stück, das den mittelalterlichen epos parzival mit einer gegenwart, die von computerspielen geprägt ist, verbindet. jungendliche ängste, wünsche und träume werden anhand ihrer gewählten avatare durchgespielt. anregung zu diskussionen nach der vorstellung bot die wahl des jeweiligen geschlechts der vituellen identität. ist es ein zufall, dass der unsichere sylvio, der sich nicht so richtig zwischen männlein und weiblein entscheiden kann, ein frau als avatar wählt?

eine gruppe jugendlicher (dargestellt von den schauspielern des jungen theaters) trifft sich zum gemeinsamen gamen des spiels „arthus“. das ausüben von mittelalterlichen turnieren und von viel minne wird jäh vom eindringen parzivals (brilliant gespielt von sandro tajouri) gestört. er gewinnt immer mehr die kontrolle über das spiel. regeln werden über den haufen geworfen. die grenzen zwischen dem realen leben und der welt des spieles werden immer mehr verwischt.

die inszenierung lebt von der spielfreude der jugendlichen darsteller und der (für nübling typischen) körperlichkeit des gesamten ensembles. da trifft man auf brachiale turnierkämpfe, die unterstrichen von einer geräuschekulisse stark an world of warcraft gemahnt, aber auch auf zärtliche begegnungen zwischen den jugendlichen und ihren avatren.

die verlesung der meinung eines svp-politikers im anschluss an die vorstellung, löste im hauptsächlich jugendlichen publikum grosses gelächter aus. forderte er doch eine altersbeschränkung fürs theater, da das stück gewaltverherrlichend sei, über lange nacktszenen vorkämen und dass viele jugendliche verwirrt und orientierungslos die vorstellung verliessen.

Kategorien: basel · schönes · theaterschlampe

ich war fündig!

Januar 17, 2008 · 2 Kommentare

der_kleine_vampir2.jpg

dank studivz bin ich nun endlich in besitz meiner lieblingskinderfernsehserie. zwar in mieser qualität, aber es ist wunderbar nach zwanzig jahren (oh mein gott, ich werde alt) endlich mal wieder anton, rüdiger, anna und lumpi bei ihren abenteuern zu begleiten.

Kategorien: nostalgie

meine eigene platte!

Januar 17, 2008 · 2 Kommentare

bei frau jekylla dieses wunderbare stöckchen gefunden. da musste ich einfach mitmachen.

es soll ein eigenes plattencover erstellt werden. dies soll mit den folgenden hilfsmittel bewerkstelligt werden:

der bandname ist der titel dieses (völlig zufällig ausgewählten) wikipediaeintrags.

der albumname setzt sich aus den letzten vier wörtern des ersten zitates auf dieser seite zusammen.

zu guter letzt findet sich das albumcover auf dieser flickrseite. (man wähle das dritte bild)

und hier nun mein ergebnis:

frettlingen_periods_of_my_l.jpg

ich schicke das stöckchen weiter an frau diana, die ja jetzt wieder ganz viel zeit für solche spielereinen hat.

Kategorien: stöckchen

eher suboptimal

Januar 16, 2008 · 1 Kommentar

ist es, wenn man die nacht zum tag macht (und an tolle konzerte im grenzwert von tollen hamburger bands geht) und am nächsten morgen um zehn einen zahnarzttermin hat. zum glück hatte der dentalhygeniker einen mundschutz an. ich habe zwar vor dem termin noch heftigst und mehrfach die zähne geschrubbt, aber man weiss ja nie, ob da noch restgerüche der lustigen nacht ihren weg an die freiheit suchen wollen. bye the way, stimmt es, dass man von wodka keine fahne kriegt oder hab ich da wsa falsch verstanden?

Kategorien: basel · fun · skurillitäten · trinken

erkenntnisse der woche

Januar 13, 2008 · 3 Kommentare

img_0272.jpg

  • chinoise und crambambuli bei chnübli choge guet.
  • es lohnt sich das wenig genutzte snowboardmaterial bei den eltern an einem logischen platz aufzubewaren. man erspart sich elendes suchen und kann noch ein sonntagsfrühstück geniessen.
  • schon auf der fahrt ins berner oberland kristalisiert sich heraus, was die gesamte woche prägen wird: der pudel hat einfach keinen orientierungssinn.
  • auch wenn man schon seit neun (!) jahren nicht mehr auf dem brett gestanden ist, klappt das nach der ersten kurve super. snowboarden ist wie fahradfahren!
  • schlechtes material (wie eine uralte snowboardhose) muss von zeit zu zeit ausgetauscht werden. von vorteil ist es, wenn man die neue hose reduziert kaufen kann.
  • in gstaad rennen imens viel russen rum. liegt vielleicht dran, dass die gerade weihnachtsferien haben.
  • man darf sich nicht über einen gewissen gigantismus wundern. prada, gucci und co. sind in gstaad omnipräsent. auch dass die berghütten kaviarspeisen für über fünfhundert franken anbieten, ist hier normal.
  • man muss offen sein für berliner (ex)studenten, die bei der talstation eine verbilligte wochenkarte fürs skigebiet verkaufen wollen. man kann dann tatsächlich (neben der verbilligten karte) nette kontakte machen und coole ecken von gstaad kennenlernen.
  • wellness ist für memmen.
  • sollte die sonne mal nicht scheinen, kann man auf roger federers center court schlittschuhfahren gehen.
  • im palace lässt es sich genüsslich kir schlürfen.
  • alles in allem: sport in der berglft tut gut und muss defintiv wieder ins repertoire aufgenommen werden.

Kategorien: ferien · schönes · trinken

lustig ist das zigeunerleben

Januar 4, 2008 · 3 Kommentare

die nächsten tage zigeuner ich so richtig rum. morgen geht es zu lecker neujahrsfondue chinoise und feuerzangenbowle zum chnübli und am sonntag dann das erste mal seit jahren in die berge. ein paar tage abschalten von allem. der pudel verabschiedet sich demnach aus dem web 2.0 und startet im leben 1.0 durch.

Kategorien: essen · schönes · trinken