Beiträge vom Mai 2007
klassenfeind
Mai 18, 2007 · 1 Kommentar
heute auf dem weg richtung deu sem, ist die inkarnation des klassenfeindes an mir vorbei gefahren. leider war das handy zwecks ablichtung nicht schnell genug gezückt, daher lediglich eine umschreibung: ein spritschlucker erster güte, ein monstrum an fussgängerüberroller off-roader mit einem einstelligen baselbieter nummernschild. gibt es etwas, das noch mehr dekadenz und verschwendung darstellt als so ein gefährt? da lob ich mir doch mein schönes altes cilorad (das ich mal wieder fahrtüchtig machen müsste).
Kategorien: alltäglichkeiten
eine reise in die vergangenheit
Mai 15, 2007 · 1 Kommentar

gestern hat sich die gesamte familie pudel auf eine reise back to the roots gemacht. manchmal kann das ganz einfach und ohne grossen aufwand geschehen, nämlich indem man ins kino geht.
mama und papa pudel, zwei reiselustige und abenteurliebende pudel, hatten sich 1976 entschieden der schweiz den rücken zu kehren und sich für ein paar jahre in südafrika niederzulassen. so kam es, dass euer aller pudel und später dann auch sista das licht der welt am südlichen zipfel afrikas erblickten. was zuweilen bei behördengängen (vor allem in deutschland) bis heute dazu führt, dass es in der spalte geburtsort zu wenig platz hat. anfang der achziger jahre sehnten sich mama und papa pudel wieder nach dem schweizer bünzlitum winter und den demokratischen verhältnissen, so dass die ganze familie wieder nach europa zog.
ein grund, wenn nicht sogar der hauptgrund, warum die pudels nicht im süden geblieben sind, wird im film goodbye bafana sehr schön dargestellt. zuweilen muss man dem film allerdings hollywoodpathos vorwerfen, im grossen und ganzen ist er aber doch sehr sehens- und empfehlenswert.
Kategorien: filmjunkie · nostalgie
power animal
Mai 14, 2007 · 4 Kommentare
ähnlich wie edward norton begab ich mich heute auf die suche meines krafttiers. ist bei ihm noch der da,

wurde bei mir so einer diagnostiziert

cooles vieh, aber warum es nicht ein pudel war. ist mir echt schleierhaft.
Kategorien: filmjunkie · liz · skurillitäten
luke vs. harry
Mai 13, 2007 · 4 Kommentare
damit ist wohl klar, dass ich mir die star wars filme doch nicht anschauen muss. die geschichte kenn ich ja schon:

(via)
schönen muttertag wünsch ich noch.
Kategorien: filmjunkie
ein cineastenstöckchen
Mai 10, 2007 · 7 Kommentare

(via)
bei ihr aufgefunden, für gut empfunden und geschnappt.
1.ein film, den du mehr als zehnmal gesehen hast
a room with a view.
2. ein film, den du mehrfach im kino gesehen hast
brokeback mountain zum beispiel. ein mal im open air kino. da kommt richtiges westernfeeling auf.
3. nenne eine/n schauspieler/in, wegen dem/r du eher geneigt wärst, einen film zu sehen
marlon brando, steve mcqueen, jack nicholson, jonathan rhys meyers, brad pitt (weil er ein guter schauspieler ist), moritz bleibtreu, sebastian blomberg, august diehl… da gibt es so viele. viele filme schau ich mir auch wegen der regisseure an. beispielsweise fatih akin
4. nenne eine/n schauspieler/in, wegen dem/r du weniger geneigt wärst, einen film zu sehen
tom cruise
5. ein film, aus dem du regelmässig zitierst
a room with a view: „sie haben gesagt, sie lieben kornblumen. also haben wir ihnen kornblumem gebracht.“
the third man: „die schweiz hatte zweihundert jahre frieden und das einzige was sie hervorgebracht hat, ist die kuckucksuhr.“
6. ein film-musical, von dem du alle texte der darin gesungenen songs auswendig weisst
ist eigentlich überhaupt nicht mein genre. aber ich denke mal bei hair könnte ich schon mitsingen.
7. ein film, bei dem du mitgesungen hast
siehe frage 6.
8. ein film, den jeder gesehen haben muss
godfather
alle kubricks
memento
9. ein film, den du besitzt
das sind so viele. der letzte den ich mir gekauft hab, war das leben der anderen.
10. nenne einen schauspieler, der seine karriere nicht beim film startete und der dich mit seinen schauspielerischen leistungen positiv überrascht hat
da kommt mir nur sting in lock stock and two smoking barrels in den sinn.
11. hast du schon einmal einen film in einem drive-in gesehen?
es wurde mir zugetragen, dass ich als kleiner knirps zwischen den geparkten autos rumgerannt bin, während meine eltern sich einen film im drive-in angeschaut haben. tja, das sind wohl die vorzüge einer kindheit in südafrika.
12. schon mal in einem kino geknutscht?
ne, dafür sind mir die filme viel zu wichtig. typisch cineast.
13. ein film, den du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist
die star wars reihe. ich bin wahrscheinlich der einzige mensch auf diesem planeten, der noch keinen einzigen star wars film gesehen hat.
14. hast du jemals das kino verlassen, weil der film so schlecht war?
ich glaube nicht. bei matrix 2 bin ich allerdings eingeschlafen und es war mir auch egal. der ist echt nicht an den ersten teil herangekommen. den dritten teil hab ich mir dann ganz geschenkt.
15. ein film, der dich zum weinen gebracht hat
viele. ich bin eine absolute heulsuse.
16. popcorn?
nein. entweder (reingeschmuggeltes) bier oder gummischeiss.
17. wie oft gehst du ins kino?
viel zu selten. das kino ist einfach verdammt teuer in der schweiz.
18. welchen film hast du zuletzt im kino gesehen?
das müsste the departed gewesen sein.
19. welches ist dein lieblingsgenre?
(polit)thriller, mafiafilme, historisches, der deutsche film. eigentlich sehr viel. worauf ich gar nicht steh ist: hirnloses actiongeballere ohne hintergrund, horror, allzu rührseliges im kitsch triefendes frauengeplänkel, fantasy, blödelcomedy.
20. was war dein erster film, den du im kino gesehen hast?
jungle book oder feivel der mauswanderer.
21. welchen film hättest du lieber niemals gesehen?
fällt mir spontan nix zu ein. vielleicht eben matrix zwei. aber davon hab ich ja eh nicht viel gesehen.
22. was war der merkwürdigste film, den du mochtest?
subway
23. was war der beängstigendste film, den du je gesehen hast?
shining gehört da sicher dazu. hab den auch nur geguckt, weil er von kubrick ist. ist ja, wie schon gesagt, nicht mein genre.
24. was war der lustigste film, den du je gesehen hast?
keine ahnung, ich nehm den publikumsjoker.
ich hab keine ahnung, wer das stöckchen schon hatte, darum darf es jeder, der es noch nicht hatte und es bearbeiten will, aufnehmen.
Kategorien: filmjunkie · stöckchen
und damit man mir nicht übertriebenen intellektülismus vorwerfen kann:
Mai 6, 2007 · 7 Kommentare
ein klassiker aus dem hause von bülow:
Kategorien: fun
Ein Plädoyer für das Theater
Mai 6, 2007 · Kommentar schreiben

(via)
Hier und heute mal wieder ein schön intellektueller Beitrag zum Theater. (extra für ihn, ch ch ch) Heiner Müller erzählt von einem befreundeten Verlegerehepaar in Massachusetts:
„Die Verlegerin der amerikanischen Übersetzungen meiner Texte und ihr Mann – der arbeitete au auch im Verlag – haben ein Landhaus irgendwo am Atlantik, nordöstlich von New York. Und irgendwann wollten die Nachbarn wissen, was sie so treiben. Sie sagte, sie habe was mit Theater zu tun, und nun wussten die Nachbarn nicht, was Theater ist. Es waren keine Analphabeten, sondern ganz wohlhabende Mittelstandsamerikaner, die wussten aber nicht, was das ist. Dann hat sie versucht, und das fand ich ganz interessant, denen zu beschreiben: Was ist Theater? – Das ist also eine Bühne, und da gehen Leute rauf, und die spielen dann andere und tun so, als ob sie andere sind, und spielen die Geschichte dieser anderen. Und unten sitzen Leute, die sich das ansehen und anhören, denen das gefällt oder nicht gefällt und die am Schluss applaudieren oder auch nicht.
Dann hatte die Frau das begriffen, die Frau von dem Nachbarn: „Oh yeah, TV!“ – Fernsehen. Dann wusste sie, das ist Fernsehen. – Das ist vielleicht in Europa noch nicht so (lacht), aber es bahnt sich langsam an.“ (aus: Theater ist Krise. In: Ich Wer ist das. Im Regen aus Vogelkot Im. KALKFELL. für HEINER MÜLLER. ARBEITSBUCH)
Das gibt einem schon zu denken. Ist Theater überhaupt noch ein Medium der Gegenwart bzw. der Zukunft? Ich glaube und hoffe ja! Wo sonst hat man einen so unmittelbaren Kontakt zum Schauspieler und zum Stoff? Wo sonst als in einer Schlingensief-Inszenierung muss man um seine Kleidung bangen, weil er ev. mal wieder mit Farbe um sich schmeisst? Wo sonst kann der Abend in die eine Richtung oder andere abdriften? Wo sonst lebt man so mit den Figuren mit, erlebt ihre Schmerzen, Freuden und Tränen so unmittelbar und wird in ihren Bann gesogen?
Hiermit endet mein kleines Plädoyer fürs Theater und ich wünsche noch einen schönen Sonntag. Es grüsst Pudel, die Theaterschlampe ;-)
Kategorien: theaterschlampe


